Peter Ury in London (Privatfoto)

Konzert und Film

100 (+1) Jahre Peter Ury

Zwei Veranstaltungen zur Erinnerung an den Ulmer Musiker Peter Ury

Peter Ury (1920 bis 1976) stammt aus einer jüdischen Ulmer Familie und war bereits als Jugendlicher im Musikleben seiner Heimatstadt aktiv. 1939 floh er nach England, wo er als Musiker, Komponist und Musikjournalist wirkte. Anlässlich seines 101. Geburtstags wird Urys Leben und Werk in zwei Veranstaltungen gewürdigt. Zu diesem Anlass sind Familienangehörige zu Gast in Ulm. Peter Urys Sohn David wirkt an beiden Veranstaltungen mit.

Mittwoch, 3.11.2021, 19.30 Uhr
im Wengensaal unter der Wengenkirche
Scherer-Ensemble:
Fest- und Gedenkkonzert „100 (+1) Jahre Peter Ury“

Kompositionen von Peter Ury stehen im Zentrum des Gesprächskonzerts am Mittwoch, 3. November, Urys 101. Geburtstag, im Wengensaal. Das Konzert beleuchtet das kompositorische und schriftstellerische Werk und gibt einige Einblicke in die Biografie des Musikers. Aufgeführt werden auch Werke, die in jüngster Zeit aus den Trümmern des 2009 untergegangenen Kölner Stadtarchivs geborgen werden konnten.

Das Scherer-Ensemble musiziert mit Helen Willis (Sopran), Henning Jensen (Tenor), Thomas Müller (Bariton) sowie Dr. Andreas Weil (Klavier). Weiterhin wirken mit Dr. Nicola Wenge (DZOK), Münsterpfarrer Peter Schaal-Ahlers sowie Peter Urys Sohn David Ury (London). Die Gesamtleitung liegt bei Thomas Müller.

Der Eintritt beträgt € 12,-, ermäßigt € 8,-. Teilnahme nach Anmeldung per E-mail unter info[at]verein-ulm-oberschwaben.de. Für den Einlass gilt die 3G-Regel. Das Hygienekonzept orientiert sich an der zum Konzertzeitpunkt gültigen Corona-Verordnung.

Eine Veranstaltung des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben in Kooperationmit dem DZOK und der Wengengemeinde, gefördert von der Stadt Ulm und der pbb Stiftung für Kunst und Wissenschaft.

Donnerstag, 4.11.2021, 19.00 Uhr
im Club Orange der Ulmer Volkshochschule.
„Ulmer Begegnungen“:
Filmvorführung und Gespräch mit David Ury
Moderation: Dr. Silvester Lechner

Auf den Spuren seines Vaters drehte David Ury, der in London lebt, einen dokumentarischen Film mit dem Titel „Ulmer Begegnungen“. Der 40-minütige Film basiert auf dem gleichnamigen Bericht, den Peter Ury im September 1945 in der Londoner Emigranten-Zeitschrift „Freie Tribüne“ veröffentlichte. Als englischer Soldat war Ury im Juni 1945 auf der Suche nach seiner Mutter kurzfristig nach Ulm zurückgekommen. Hier besuchte er sein Elternhaus in der Zinglerstraße 44 und erfuhr von der Holocaustüberlebenden Resi Weglein, dass seine Mutter, Fanni Hedwig, geb. Ullmann, in Auschwitz ermordet worden war. Peter Urys Sohn David greift in seinem Film diesen Bericht auf und dokumentiert seine eigenen Ulmer Begegnungen im Jahr 1988.

Im Gespräch mit Silvester Lechner, dem ehemaligen Leiter des DZOK, berichtet David Ury über seine filmische Spurensuche und die Familiengeschichte.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für den Einlass gilt die 3G-Regel.

Eine Veranstaltung des DZOK in Kooperation mit der Volkshochschule Ulm.