Das Ulmer Gewerbemuseum – Musterlager, Verkaufslokal und Ausstellungsort
Wann
Wo
Gunther Volz M.A. (Ulm)
Schon mit der Gründung des Vereins für Kunst und Altertum 1841 wurde begonnen, eine Sammlung Ulmischer Kunst- und sonstiger „Alterthümer“ aufzubauen. Als Ort für deren Präsentation fasste man das 1843 an die Stadt übergegangene Patrizierhaus, das so genannte „Neubronner-Haus“ in der Taubengasse (heute allgemein als „Kiechel-Haus“ bekannt) ins Auge, welches aber zunächst für schulische Zwecke genutzt wurde. Nach dem großen – nicht zuletzt finanziellen – Erfolg der Schwäbischen Industrie-Ausstellung von 1871 reklamierten allerdings die Ulmer Gewerbetreibenden das Gebäude für ein neu zu gründendes Gewerbemuseum für sich und konnten sich trotz mannigfaltiger Querelen auch durchsetzen. Die Vereinssammlung wurde dann ab 1892 mitten in den Beständen des Gewerbemuseums ausgestellt, 1904 ein Gesamtkatalog veröffentlicht. Aus beiden Beständen zusammen entstand schließlich 1924/25 das städtische Museum, das heutige Museum Ulm.