Von Oktober bis März veranstalten wir Vorträge mit unterschiedlichen Themen aus Geschichte, Kunst, Kultur und Politik. Die Themen reichen von der Ulmer Frühgeschichte bis zu aktuellen Themen der Stadt.

Vorträge

Vortragsplanung Winterhalbjahr 2020/2021

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen wir die Teilnehmerzahl bei den Veranstaltungen im Museum Ulm begrenzen. Daher möchten wir Sie herzlich bitten, sich per e-Mail info[at]verein-ulm-oberschwaben.de oder per Post zu den Vorträgen anzumelden. Sie erhalten dann eine Bestätigung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen können. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Vorschriften im Museum ist verpflichtend.

Unsere Vorträge finden im Lichthof des Museums Ulm (Marktplatz 9) statt.
Vortragsbeginn ist immer 19.30 Uhr.
Der Eintritt ist frei


21. Oktober 2020

Dr. Marie-Kristin Hauke (Ulm)

Suffragetten in Ulm?! Teil II: Die Zweite Frauenbewegung

Studentinnenproteste, Demonstrationen gegen den § 218, der Kampf um Gleichberechtigung – das alles spielte sich Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre nicht nur in deutschen Universitätsstädten ab. In Ulm forderte eine aktive Frauenszene aus dem sozialliberalen-bürgerlichen Milieu gleichermaßen Veränderungen ein. Bei den Recherchen zu ihrem Buch „Frauen bewegen Ulm“ ist die Referentin auf spannende Aktionen und Projekte gestoßen, die landesweit Beachtung fanden. Einfallsreich, innovativ und manchmal einzigartig in Deutschland suchten die Ulmerinnen abseits feministischer Theoriedebatten ihren ganz eigenen Weg der Gleichberechtigung.


25. November 2020

Sabine E. Tomas / Dr. Annette Pelizaeus (Stuttgart)

Ulmer Münster – Erinnerungskultur einer Bürgerkirche

Beten, staunen, Frieden finden – Das Ulmer Münster beeindruckt nicht nur Christinnen und Christen, sondern Gäste aus aller Welt. Als Wahrzeichen der Stadt fungiert es nicht nur als Ort der Religiosität, sondern als Identifikationssymbol für eine ganze Region. Diese identitätsstiftende Funktion lässt sich nachvollziehen anhand der außergewöhnlichen Baugeschichte des Ulmer Münsters genauso wie an materiellen und immateriellen Formen der Gedenkkultur, die nicht nur im 19. Jahrhundert gepflegt wurde, sondern auch heute noch sehr präsent ist.


20. Januar 2021

Dr. Johannes Moosdiele-Hitzler (Lauingen)

Reichsstädte und Reichsritter. Kulturelle Aspekte einer wenig bekannten Beziehung

Reichstädte und Reichsritter einte in der Frühen Neuzeit der Widerstand gegen die Ansprüche benachbarter Landesfürsten. Aus dieser Interessengemeinschaft ergaben sich Beziehungen, die sich vor allem im kulturellen Bereich bemerkbar machten und lange nachwirkten. Die reichsritterschaftlichen Korporationen saßen und tagten fast immer in Reichsstädten, andererseits waren reichsritterschaftliche Pfarrstellen häufig mit Reichsstädtern besetzt. Nicht wenige Rittersitze sind Zeugnisse reichsstädtischer Baukunst. Der Vortrag geht dieser Beziehung am Beispiel der Ritterherrschaften im Brenztal und der Reichsstadt Ulm nach.


24. Februar 2021

Prof. Dr. Folker Reichert (Heidelberg)

Felix Fabri, Marco Polo und die japanischen Inseln

Der Ulmer Dominikaner Felix Fabri ist durch seine zwei Heiliglandreisen (1480 und 1483/84) mittlerweile auch international eine Berühmtheit. Dass sein geographischer Horizont noch viel weiter, nämlich bis nach Ostasien, bis nach Japan reichte, ist der Fabri-Forschung bislang entgangen. Seine Kenntnisse verdankte er nicht nur, aber vor allem Marco Polo. Dessen abenteuerlicher Lebensbericht wurde im ausgehenden 15. Jahrhundert mehrmals gedruckt und konnte auch in Ulm gelesen werden. Der Vortrag führt an die Schauplätze dessen, was Felix Fabri wissen konnte, und zeigt, welchen Anteil der Ulmer Dominikaner an den gelehrten Debatten seiner Zeit nahm.


24. März 2021

Dr. Henning Petershagen (Ulm)

Schwäbisch offensiv!

Wenn Schwaben sich einreden lassen, sie könnten nicht richtig Deutsch, und wenn sie daher womöglich den Besuch eines Hochdeutschkurses in Erwägung ziehen, dann kann es nur daran liegen, dass sie zwar Schwäbisch können, es aber nicht kennen. Denn sonst würden Sie in die Gegenoffensive gehen anstatt zu befürchten, ihr Akzent könnte ihnen die Karriere versauen.

Die Sorge ist freilich nicht ganz unberechtigt, denn es gibt genügend Beispiele für die Diskriminierung der Mundart. Dagegen hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann mittlerweile eine Mundart-Offensive gestartet, für die Henning Petershagen Munition liefert. Er beweist, dass Schwäbisch kein schlechtes Deutsch ist, sondern dessen legitime Variante mit eigenen Regeln und hoher Präzision. Er beleuchtet die Geschichte des Schwäbischen, begründet die oft belächelte Aussprache und zeigt, dass Schwäbisch das eigentliche Hochdeutsch ist und dass man sich das Geld für einen Hochdeutsch-Kurs sparen kann.


Historischer Verein Neu-Ulm

Vorträge unseres Neu-Ulmer Partnervereins

Im 2. Halbjahr 2020 finden keine Vorträge statt.