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Veranstaltungen

Vorträge für das Winterhalbjahr 2018/19 im Lichthof des Museums Ulm (Marktplatz 9). Vortragsbeginn: 19.30 Uhr

Eintritt frei



24. Oktober 2018
Ulrich Soldner (Ulm)
Stadtbesitz Ulm und Hospitalstiftung Ulm

Die Stadt hat seit dem 13. Jahrhundert aktiv und systematisch Chancen wahrgenommen, Grundstücke zu erwerben. So kam ein stattlicher Besitz von ca. 3.000 ha zusammen. Insgesamt betragen die liegenschaftlichen Besitztümer Ulms jedoch 4.500 ha. Woher aber kommt dieser Zuwachs? Diese spannende Frage wird aufgegriffen, und es wird erläutert, wie es zu dieser für Ulm äußerst glücklichen Situation gekommen ist, die es ermöglicht, die vielfältigen Aufgaben der Stadt zu erfüllen. Anhand von Beispielen soll dargestellt werden, wie aktuell gezielt und sozialraumorientiert die Stadt und ihre Stiftung unterwegs sind.


21. November 2018
Prof. Dr. Gerhard Fritz (Schwäbisch Gmünd)
Geschichte der Sexualität in Südwestdeutschland

Einerseits ist die menschliche Sexualität ein biologisch bestimmtes Phänomen, andererseits wird sie stark von den sozialen und kulturellen Verhältnissen geprägt. Ein Blick in die Quellen südwestdeutscher Provenienz gibt Einblicke in die meist arg turbulenten Zustände beim Adel, in die von Grenzen und Grenzüberschreitung geprägten Verhältnisse unter den Kutten von Bischöfen, Pfarrern, Mönchen und Nonnen und in die Versuche, das Sexualleben von Bauern und Bürgern zu reglementieren. Außerdem geht es um Frauenhäuser, Badehäuser und das Recht der ersten Nacht, das der Adel angeblich beanspruchte.


23. Januar 2019
Dr. Marie-Kristin Hauke (Ulm)
Suffragetten in Ulm?!

Wer glaubt, dass der Kampf ums Frauenwahlrecht nur in den Großstädten geführt wurde, liegt falsch. Auch in Ulm gab es spätestens seit den 1890er Jahren eine aktive Frauenszene, die sich für soziale Belange und bessere Bildungsund Arbeitschancen ebenso einsetzte wie für das Frauenwahlrecht. Als dieses 1918 endlich eingeführt wurde, ließen sich fast 30 Ulmerinnen zur ersten Kommunalwahl 1919 aufstellen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die frühe Frauenbewegung in Ulm.


20. Februar 2019
Günther Volz M.A. (Ulm)
Auseinandersetzung um des Kaisers Bart Karl Federlin, ein Ulmer Künstler der Kaiserzeit

Die Arbeiten Karl Federlins (1854-1939) sind in Ulm eigentlich nicht zu übersehen. Kaum ein anderer nachmittelalterlicher Künstler ist so präsent im öffentlichen Raum, im und am Ulmer Münster, und doch kennen nur wenige den Namen des Bildhauers aus dem ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein Werk, welches überlebensgroße Apostel-Statuen, Porträt von Königen, Politikern und Industriellen ebenso umfasst wie liebenswerte Klein-Plastik, soll wieder ins Blickfeld gerückt und neu gesehen werden.


13. März 2019
Dr. Christof Rieber (Ulm)
Albert Einstein, die Verwandten und die Israelitische Gemeinde Ulm im Kaiserreich
1871-1918

Worin liegt Albert Einsteins beispielloser Erfolg begründet? Am 14. März 1879 in Ulm geboren, nehmen ihn die Eltern im Juni 1880 nach München. Wer prägt Einstein? Wie wird er Nonkonformist, Radikaldemokrat, Pazifist und Physikstar? Einstein war Empfänger und Geber jüdischer Familiensolidarität. Welchen Einfluss haben die neu erforschten Verwandten und die Israelitische Gemeinde Ulm auf Einstein?